Buchmesse

Frankfurter Buchmesse für Alle

 
Agora 2016 Ⓒ Frankfurter Buchmesse / Marc Jaquemin
Agora 2016 Ⓒ Frankfurter Buchmesse / Marc Jaquemin
 

Verbesserte Zugänglichkeit und Nutzbarkeit durch Abbau von räumlichen und informationsbasierten Barrieren

Arbeitsgruppe
Jun.-Prof. Dr.-Ing. Martin Knöll
a.o. Prof. Dr.-Ing. Sabine Hopp
M.Sc. Norwina Wölfel
Dipl.-Ing., M.A. Thorsten Stelter

Hintergrund
Die Frankfurter Buchmesse ist der wichtigste internationale Handelsplatz für Inhalte, das Zentrum der internationalen Medienwelt und kulturelles Großereignis. Die Wege, Stände, Veranstaltungs- und Aufenthaltsräume sind eine temporäre Stadt im Kleinen, mit jährlich über 278.000 Besuchern an 5 Tagen. Im Rahmen dieses Forschungsprojektes werden Konzepte gesucht, welche die Zugänglichkeit und die Aufenthaltsqualität insbesondere für Besucher mit Mobilitäts- und Seheinschränkungen sowie Senioren und Familien mit Kindern verbessern. Ziel ist es, ein Rahmenkonzept für die stadtgestalterische Entwicklung im Sinne des Universal Designs und der Zielvorgabe ‚Frankfurter Buchmesse für Alle‘ zu entwickeln. Die Untersuchung beinhaltet Vorschläge zur Nutzung, Entzerrung von Problem- und Gefahrenzonen, Positionierung von Begegnungs- und Erholungsräumen, einem Leitsystem zur besseren Orientierung und Maßnahmen zur Übertragbarkeit auf die Messe Frankfurt insgesamt.

Herangehensweise
Ausgangspunkt der Kooperation ist eine Fallstudie auf der Frankfurter Buchmesse vom 11. bis zum 15. Oktober 2017. Durch Interviewspaziergänge mit ausgewählten Nutzergruppen, Gespräche mit Besuchern und Experteninterviews wird ein Perspektivwechsel erzielt. Die erhobenen Daten dienen als Grundlage zur Entwicklung nachhaltiger Gestaltungskonzepte, welche den Zugang zu den Inhalten der Frankfurter Buchmesse verbessern, Besucher in den Prozess einbeziehen und den Mehrwert an Orientierung und Aufenthaltsqualität einer Frankfurter Buchmesse für Alle aufzeigen. Die Frankfurter Buchmesse 2018 dient als Grundlage für eine prototypische Umsetzung der erarbeiteten Konzepte, welche hierbei evaluiert werden.

Angestrebte Ergebnisse
Die angestrebten Ergebnisse des Projektes umfassen einen Perspektivwechsel durch die Dokumentation von baulichen Barrieren und die Einbeziehung von betroffenen Nutzergruppen in den Entwicklungsprozess, eine Intervention mit Handlungsempfehlungen zur Optimierung der Zugänglichkeit und Aufenthaltsqualität und die Entwicklung eines Konzepts, welches Aussagen zur Nutzung, Entzerrung von Problem- und Gefahrenzonen, Positionierung von Begegnungs- und Erholungsräumen und Optimierung des Leitsystems sowie der Orientierung trifft. Dieser erarbeitete Masterplan soll eine Übertragbarkeit auf kommende Messejahre für die Frankfurter Buchmesse und Übertragbarkeit für die Messe Frankfurt insgesamt gewährleisten.

Die Forschungskooperation wird durch die Frankfurter Buchmesse GmbH gefördert.

Laufzeit: Oktober 2017 bis März 2019

Exposé

 

Aktuell

 

10. bis 14 Oktober 2018 – Testlabor für eine barrierearme Messe

Foto: N. Kaußen

Die Zugänglichkeit der Buchmesse für alle Besucherinnen und Besucher zu verbessern – dies ist das Ziel des Forschungsprojekts „Frankfurter Buchmesse für Alle“ der Frankfurter Buchmesse und der Technischen Universität Darmstadt. Das Projekt war auf der diesjährigen Buchmesse mit einem eigenen Stand (Halle 3.0 K 83) vertreten, der als Testlabor für inklusive Gestaltung die Besucher zum Mitmachen einlud. Das Team der Forschungsgruppe Urban Health Games um Junior-Prof. Dr.-Ing. Martin Knöll präsentierte hier die bisherigen Ergebnisse sowie Ideen zum weiteren Barriereabbau auf der Messe. Durch ein Tastmodell konnte die Perspektive eines Blinden eingenommen werden, der sich Orientierung auf dem Messegelände verschafft. Auch das angrenzende Café wurde als Teil des Testlabors barrierearm gestaltet. Zudem wurden unterschiedliche Gangbreiten, ein Umlauf mit rotem Teppichboden und neu eingerichtete Ruhezonen getestet.

08. März 2018 – Workshop des Forschungsprojektes 'Frankfurter Buchmesse für Alle'

Foto: Alexandra Antic
Foto: Alexandra Antic

Am 08. März 2018 traf sich die Forschungsgruppe Urban Health Games mit Mitarbeiterinnen der Frankfurter Buchmesse und der Messe Frankfurt GmbH, in einem anregenden Workshop am Fachbereich Architektur der TU Darmstadt, um sich über die Ergebnisse des Forschungsprojektes „Frankfurter Buchmesse für Alle“ auszutauschen und das weitere Vorgehen zu planen.

 

Studentischer Entwurf „Frankfurt liest“

Foto: Norwina Wölfel

Im Rahmen dieses städtebaulichen Entwurfes wurden Konzepte gesucht, welche die Zugänglichkeit und die Aufenthaltsqualität insbesondere für Besucher mit Mobilitäts- und Seheinschränkungen sowie Familien mit Kindern verbessern. Es sollte ein Masterplan für die stadtgestalterische Entwicklung im Sinne des Universal Designs und der Zielvorgabe „Frankfurter Buchmesse für Alle“ von den Studierenden entwickelt werden. Erwartete Ergebnisse waren Vorschläge zu Nutzungen, Entzerrung von Problem- und Gefahrenzonen, Positionierung von Begegnungs- und Erholungsräumen, einem Leitsystem zur besseren Orientierung und Maßnahmen zur Übertragbarkeit für die Messe Frankfurt insgesamt.

Die Endabgabe mit Präsentation fand am 31. Januar 2018 statt. Zu Gast waren Mitarbeiterinnen der Frankfurter Buchmesse und Teilnehmer der Studie des Forschungsprojektes.

 

11. bis 15. Oktober 2017 – Datenerhebung auf der Frankfurter Buchmesse

Foto: Nina Kaußen

Vom 11. bis zum 15. Oktober führte die Forschungsgruppe Urban Health Games mit Besuchern aus ausgewählten Fokusgruppen Interviewspaziergänge über die Frankfurter Buchmesse durch, um diese auf Barrieren und Zugänglichkeit zu testen.
Teilgenommen haben Besucher mit Mobilitätseinschränkungen (u.a. der Blogger Rolling Flo), Seheinschränkungen (u.a. MitarbeiterInnen der Marburger Blista), und Familien mit kleinen Kindern.
Zudem wurden Interviews mit betroffenen Austellerinnen durchgeführt (u.a. die Künstlerin Ingrid Wiche von Poesie (i)am Rande), um einen umfassenden Perspektivwechsel zu erzielen.

Die Ergebnisse dieser Datenerhebung dienen als Grundlage zur Entwicklung des Konzeptes „Frankfurter Buchmesse für Alle“, welches die Frankfurter Buchmesse im Sinne des Universal Designs für alle Besucher zugänglich und nutzbar machen soll.