ECE

Third Places

 

Menschengerechte Gestaltung und Wahrnehmung von Einkaufszentren

Arbeitsgruppe:
Jun.-Prof. Dr.-Ing. Martin Knöll
Dipl.-Ing. Marianne Halblaub Miranda
Augusto García-Agundez, M.Sc., Multimedia Communications Lab (KOM)

Hintergrund

Es gibt wenige Untersuchungen zur Wirkung von Gestaltung und Wahrnehmung in Einkaufszentren aus architektonischer Sicht heraus. Ziel dieser Forschungskooperation ist es, menschenzentrierte Entwurfsprozesse zu entwickeln, die Orientierung und Navigation fördern und die Aufenthaltsqualität in Einkaufszentren erhöhen.

Herangehensweise

Ausgangspunkt der Kooperation ist eine Pilotstudie zur Gestaltung und Wahrnehmung von Einkaufszentren durch unterschiedliche Besucher anhand einer Fallstudie des Aquis Plaza in Aachen. Die Untersuchungsbereiche umfassen die Verkehrsflächen sowie Aufenthaltsflächen. Gegenstand der Untersuchung sind zum einen Parameter der Gestaltung wie Form, Topologie, Oberflächenqualitäten und Möblierung der Untersuchungsräume. Zum anderen werden Parameter der Wahrnehmung der Besucher untersucht, gemessen an Personendichte, Verweildauer, Bewertungen der Aufenthaltsqualitäten und Puls. Ergänzend sollen Kopf- und Blickbewegungen durch Eye-Tracking untersucht werden.

Angestrebte Ergebnisse

Die angestrebte Ergebnisse des Projektes umfassen Erkenntnisse zum Einfluss von ausgesuchten Gestaltungselementen (z.B. Sitzgelegenheiten, Möglichkeiten für soziale Interaktion, Durchgangswege, u.a.) auf Aufenthaltsqualitäten und Besucherverhalten (die Rolle der Struktur bei der Bestimmung der Navigation und Orientierung im Innenraum) und zur Wahrnehmung von unterschiedlich gestalteten Räumen durch Aufzeichnen von Vitalparameter und vor Ort beobachteten Aktivitäten. Darüberhinaus werde die Methoden zur Datenerfassung überprüft und relevante Indikatoren und deren Einfluss auf die Wahrnehmung untermauert im Hinblick auf deren Übertragbarkeit.

Die Forschungskooperation wird durch die ECE Projektmanagement G.m.b.H. & Co. KG (ECE) sowie durch Mittel der University Industry Collaborative (UNICO) Initiative der TU Darmstadt gefördert.

Laufzeit: November 2016 bis Oktober 2017

Exposé